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Epic #FAIL der Woche: Grazer Feinstaubbelastung

Hilft bald nur noch ein Mundschutz?

Hilft bald nur noch ein Mundschutz?

Am Neujahrstag in der Früh durch die Straßen von Graz zu spazieren hatte durchaus etwas Dramatisches an sich: der Boden war von Nebel bedeckt und es roch verbrannt. Und schon ereilte uns die noch viel schlimmere Nachricht: am Neujahrstag wurde der Feinstaubgrenzwert in Graz um 400 Prozent überschritten.

Liegt es daran, dass sich die Grazer_innen einfach den Anweisungen der Stadt widersetzten und unverschämt Kracher und Feuerwerkskörper zündeten, eine Doppelmoral jener, die immer über die schlechte Wirtschaftslage und das knappe Haushaltsgeld jammern und vor Jahresende trotzdem die Silvesterstände plündern?

Oder liegt es eher an der Doppelmoral der Politik und Wirtschaft? Einerseits genehmigt die Stadt Graz an jeder Ecke einen Stand, an dem man Kracher und Feuerwerkskörper kaufen kann, andererseits ist das private Abschießen von Krachern und Feuerwerkskörpern in der Stadt verboten. Es drohen eine Verwaltungsstrafe bis knapp über 2000 € bzw. sechs Wochen Gefängnisstrafe.

Wir finden, dass dringend Handlungsbedarf seitens der Stadt- und vor allem der Landespolitik besteht. Denn die derzeitige Feinstaubbelastung kostet den Grazer_innen elf Monate ihres Lebens (Kleine Zeitung-Artikel 2010). Der angekündigte Kurs des Neo-Umweltlandesrats Kurzmann (FPÖ) lässt keine Verbesserung erhoffen.

Foto: postal1819

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Comments (5)

  1. Richard5. Januar 2011 Antworten
    Im Übrigen werden die Raketen die jedes Jahr zu Silvester vom Schlossberg geschossen werden von unserem Steuergeld bezahlt. Schon am nächsten Tag dürfen wir wieder Raketen sponseren wenn dank des Feinstaubes der 100er auf der Anzeigetafel der Autobahn aufleuchtet. Der leuchtet nämlich auch auf wenn wenig bis gar kein Verkehr ist. Nebenbei bemerkt bewirkt der Feinstaub 100er nachweislich nur eine geringe Milderung, gemildert wird nämlich nur der aufgewirbelte Feinstaub.
  2. kewagi5. Januar 2011 Antworten
    Steckt euch eure Paranoia da hin, wo kein Pfeffer wächst.
    • Thomas5. Januar 2011 Antworten
      Welche Paranoia wovor?
      • kewagi5. Januar 2011
        Die vor den Ergebnissen halbseidener Studien.
      • Thomas6. Januar 2011
        Wieso „halbseiden“? Klingt für mach lt. Kleiner Zeitung recht solide.

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