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#OpPitdog – der Grubenhund schlägt zu

Gespannt wartet die politische Twitteria Österreichs auf die angekündigte Veröffentlichung von über 10.000 Emails von Politiker_innen. Und vergisst das Datum.

Pit ist englisch für Grube, Dog für Hund. Ein Grubenhund ist laut Wikipedia…

[…] eine spezielle Form einer Zeitungsente und war vor allem in Österreich vom Anfang bis zur Mitte des 20. Jahrhundert verbreitet. Er besteht aus einem überzeugend formulierten, aber faktisch unsinnigen Leserbrief, mit dem eine Redaktion hereingelegt werden soll, indem sie ihn abdruckt, ohne den inhaltlichen Unsinn zu bemerken.
(discovered by Bachleitner)

Ein Scherz, also. Keine Mails von der FPÖ, die Strache, Vilimsky und Co. ins Schwitzen bringen werden. Keine Beweise für Korruption, keine durch veröffentlichte Mails aufgedeckten Affären, nichts. Nur der fahle Beigeschmack, dem Datum nicht genügend Aufmerksamkeit zukommen gelassen zu haben. Kurz vor 3 Uhr früh folgt dann diese „Veröffentlichung“:

Die #OpPitdog soll also nichts anderes gewesen sein als ein Hoax, um mehr Aufmerksamkeit auf das Inkrafttreten der Vorratsdatenspeicherung zu lenken. Das Problem an der Sache wird aber wohl sein, dass Anonymous Austria damit als Kollektiv seine Glaubwürdigkeit verloren hat. Freund_innen hat man sich in den politischen Sphären Twitters jedenfalls keine gemacht und unzählige Journalist_innen zum sinnlosen Nachtarbeiten gezwungen. Alles umsonst?

Update 1.4., 16:30: Die Diskussion über den (Un-)Nutzen der Aktion dauert an.

Hier eine „Informationen zu #OpFAP und #OpPitdog aus der Sicht von @AnonNewsAUT und anderen engagierten Anons:“

Foto: Screenshot

Klemens

Das Licht der Welt erst 1991 erblickt und schon so bitter.

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