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SpitzenkandidatInnendiskussion der ÖH Uni Graz

Gestern fanden sich die SpitzenkandidatInnen der in der ÖH Uni Graz vertretenen Fraktionen zur offiziellen Podiumsdiskussion vor den ÖH-Wahlen von 24. – 26. Mai ein.

Für den Verband sozialistischer StudentInnen (VSSTÖ) diskutierte Spitzenkandidatin Nathalie Ziermann, die Gruppe zählte eine zweite Frau, Spitzenkandidatin der Grünen und alternativen StudentInnen (GRAS) Marie – Therese Fleischhacker, die Fachschaftslisten der Uni Graz (FLUG) schickte Stefan Thum, der Kommunistische StudentInnenverband (KSV) wurde von Robert Krotzer vertreten und für die Aktionsgemeinschaft (AG) saß Philipp Maunz am Podium. Moderiert wurde die Veranstaltung von Tanja Traxler vom Unistandard.

Wie die Veritas, vertreten durch Lukas Lerchner im Publikum, in der ersten Publikumsfrage bemerkte, wurden heuer nur jene Fraktionen eingeladen, die auch tatsächlich in der Exekutive vertreten sind, daher waren der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) und eben die neoliberale Veritas ausgeschlossen.

Nach der Begrüßung durch ÖH-Vorsitzenden Cengiz Kulac (GRAS), freute es Martin Polaschek (Vizerektor für Studium und Lehre), dass der Willi – Gaisch – Hörsaal nicht wegen einer Lehrveranstaltung, sondern wegen einer Wahlveranstaltung voll war. Anschließend stellten die KandidatInnen sich und ihre Fraktion und ihre Ziele vor. Die von der Moderatorin gestellten Fragen bezogen sich hauptsächlich auf den Onlinetest wahlkabine.at, und wie diesem zu Folge die einzelnen Fraktionen zueinander in Beziehung zu setzen sind. VSSTÖ und GRAS wiesen auf Unterschiede wie Basisdemokratie (GRAS) und Schwerpunktsetzung in sozialen Belangen (VSSTÖ) hin. FLUG und AG wiesen den „Vorwurf“, sich, laut wahlkabine.at, nicht wesentlich voneinander zu unterscheiden, zurück: die AG habe Inhalte, die FLUG nicht, betonte Maunz, der AG sei es aber nicht gelungen, diese Inhalte, formuliert als Wahlziele, seit 2009 umzusetzen, konterte Thum.

Die Fragen aus dem Publikum hielten sich die Waage zwischen inhaltlichen Anfragen an das Podium und mehr oder weniger offensichtlichen Angriffen von fraktionierten ZuschauerInnen auf einzelne KandidatInnen.

Eine persönliche Abschlussbemerkung: entscheidend darüber, wie sich die Fraktionen gestern Abend schlugen, sind nicht nur die SpitzenkandidatInnen am Podium, sondern auch die fraktionierten Fragen aus dem Publikum. Sinnvollste fraktionierte Frage: gerichtet an alle KandidatInnen: Wie stellt ihr euch eine ideale Universität vor? In der unnötigsten fraktionierten Frage wurde festgestellt, dass sich bei KSV, GRAS und VSSTÖ inhaltlich nicht wirklich etwas geändert hätte. „Die Grünen sind immer noch grün, die Roten sind immer noch rot. Was ist da los?“

Zum Abschluss bedankte sich die Moderatorin für das zahlreiche Erscheinen, und erinnerte daran, doch bitte zur Wahl zu gehen. Bei den letzten ÖH – Wahlen 2009 lag die Wahlbeteiligung an der Karl – Franzens – Universität Graz bei 26, 89%.

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Comments (1)

  1. Peter20. Mai 2011 Antworten
    kleine anmerkung: die fraktionen am podium sind teil der universitätsvertretung, nicht der exekutive (die nicht aus allen uv-fraktionen besteht). bei der liste der nicht am podium vertretenen fraktionen fehlt auch die LUST.

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