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Super Mario, der Tiermörder

Pelz ist Mord, Pelz zu tragen geschmacklos. Eine Meinung, die mittlerweile wohl eher Common Sense als umstritten ist. PETA hat mit Sicherheit viel zur Bewusstseinsbildung beigetragen und war bisher eine ernstzunehmende Organisation.

Wer sich etwas mit dem schnauzbärtigen Klempner Super Mario auseinandergesetzt hat, kennt auch den Waschbär-Anzug, den er in diversen Spielen trägt. Im neuen „Super Mario 3D Land“ verwandelt er sich stattdessen in einen Tanuki. Bisher fand es vermutlich noch niemand verwerflich, dass Super Mario dieses Kostüm tragt – bis PETA zu dem Schluss kam, dass es eine indirekte Legitimation des Pelz-Tragens ist: „Tanooki may be just a „suit“ in Mario games, but in real life, tanuki are raccoon dogs who are skinned alive for their fur. By wearing Tanooki, Mario is sending the message that it’s OK to wear fur“.

Das klingt doch etwas weit hergeholt. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass Super Mario den Anzug nicht durch das Häuten eines Tanukis, sondern durch das Sammeln eines Blattes erhält.
Um die Qualen, die der Tanuki durch Super Mario erleiden muss, darzustellen, hat PETA ein 2D-Flashgame namens „Super Tanooki Skin 2D“ entwickelt. In blutverschmierter Umgebung versucht ein Tanuki darin, sich sein blutgetränktes Fell, das Super Mario trägt, zurückzuholen. Nicht auszudenken, wie PETA reagiert, wenn sie das Spiel „Kirby“ entdecken. Denn Kirby saugt sein Gegenüber mit Haut und Haar ein.
Schlussendlich bedient sich PETA derselben Argumentation wie Kritiker_innen, die Computerspiele für Amokläufe an Schulen verantwortlich machen.

Eine Aktion, durch die PETA vermutlich einiges an Respekt verloren hat. Leider.

Super Mario erhält einen Tanuki-Anzug – durch ein Blatt

Foto: „Mario kills Tanooki“-Homepage

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