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Various Artists – Batman: Arkham City

Mit dem Action Adventure ‚Batman: Arkham Asylum‘ hat sich Entwickler Rocksteady Studios 2009 viele Freunde gemacht. Für den Nachfolger ‚Arkham City‘ standen deswegen auch zahlreiche namhafte Bands Schlange, um sich am Soundtrack zu beteiligen.

Batmans Ausflug in die dunklen Häuserschluchten von Arkham City gehören zweifellos zum Besten, was das Videospieljahr 2011 zu bieten hatte – da erscheint der hochkarätige Bandauflauf bei dem dazugehörigen Soundtrack nur standesgemäß. Nicht erst seit ‚Homefront‚ weiß man ja um die prestigeträchtige Publicity, die so ein Projekt gegenseitig einbringt – dass die versammelten Gruppen ihr beigesteuertes Material nur rudimentär thematisch zugeschnitten haben, stört auch nicht weiter. Denn grundsätzlich überwiegen bei dem natürlich schwankenden Qualitätslevel der Beiträge eindeutig die positiven Aspekte. Soll heißen: es patroullieren fast ausschließlich starke Nummern durch Arkham City.

Über allem steht dabei klar ‚The Years‚ von †††, dem neuen Steckenpferd von Deftones Häutling Chino Moreno: Eine intensive Elektronikballade, die unterstreicht, dass aus dieser Ecke noch mit großem zu rechnen ist. Knapp dahinter der Black Rebel Motorcycle Club, der das sinistre ‚Shadow on the Run‚ abliefert: Ein dunkel brodelnder Bluesrocker, der die Stimmung des Spiels nahezu perfekt einfängt. Der aus der Zeit gefallene Elektronikpopper ‚Afterdark‚ richtet die Scheinwerfer auf das AFI Seitenprojekt Blaqk Audio, man möchte meinen auch zurück  in die 80er. Langsam baut sich das melodiöse Konstrukt um Davey Havok auf und strapaziert seinen Refrain über Gebühr – dennoch ein Versprechen für ‚Bright Black Heaven‚. Panic at the Disco steuern mit ‚Mercenary‚ einen gelungenen, schmissigen Poprocker bei. ‚Oh Stranger‚ der Raveonettes versucht sich als mediokre Komposition daran ebenso altmodisch wie futuristisch zu klingen und wird schlußendlich zu einem stimmungsvollen Blues mit Neonbeleuchtung.

The Damned Things klingen genau so, wie man sich das von einem Projekt, das zu gleichen Teilen aus Mitgliedern von Fall Out Boy, Every Time I Die und Anthrax erwarten darf: Eingängiger Refrain, polternde Strophe und mit einem Bein im Thrash. Eine krude, aber doch mitreißende Mixtur, die anders als der hinterschwellig stampfende Indie- Rock von The Boxer Rebellion nicht über die Hintertür kommt.
Der sich selbst mittlerweile zu wichtig nehmende Bombast Prog von Coheed & Cambria hackelt sich umständlich von Part zu Part und schrammt immer wieder an dem vorbei, was Helium Stimme Claudio Sanchez eigentlich nur auf ‚In Keeping Secrets of Silent Earth: 3′ makellos hinbekommen hat. The Duke Spirit stampfen zum polternden ‚Creature‚ nett nebenbei, der an Creed geschulte fette Alternative Rock von Daughtry bleibt in seiner pathosgeschwängerten Beliebigkeit verzichtbar und das absolute Lowlight der Compilation. Zum Abschluß darf dann noch System of a Down Sänger Serj Tankian dann nochmal die ganz große Dramatik-Keule auspacken und seinen wild gestikulierenden Bombast Poprock zelebrieren – ‚Total Paranoia‚ hat eine ‚Aerials‚- Gitarre, Chöre, fette Streicher und einen sich selbst fressenden Songaufbau  – das hat  er schon deutlich besser hinbekommen.
Was aber nichts daran ändert, dass ‚Batman: Arkham City‚ im Ganzen als homogene, weitestgehend gelungene Songsammlung auftritt. Kann man sich nicht nur als Batman Fan oder Anhänger der auftretenden Bands ins Regal stellen.

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