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Effi – Astronaut

Das Erstlingswerk des Solokünstlers Thomas Petritsch alias Effi ist im Jänner dieses Jahres erschienen, obwohl es vielleicht besser in den Sommer gepasst hatte. So konnte es zumindest die ersten Frühlingsgefühle bewirken.

Hinter dem Namen Effi versteckt sich der in der Stüdsteiermark geborene Thomas Petritsch. Anfangs noch in der Schulband des BG/BRG Leibnitz, spielte er bald in verschiedensten Formationen und landete mit der Band Goodbye Kitty einen Überraschungshit im Grazer Radio Soundportal. Nach einer Zeit löste sich die Gruppe auf und der Bassist der Band Goodbye Kitty machte sich mit Thomas Petrisch als Liveband auf um quer durch die Welt zu touren. Mittlerweile ist Effi ein Solokünstler ohne stilistische Scheuklappen und mit jeder Menge Lebensfreude. Der Autodidakt spielt mal Ukulele, mal Gitarre und experimentiert mit vielen Sounds. So klingt auch das Album „Astronaut“.

Astronaut lässt sich in keine Schublade stecken. Die einzige Gemeinsamkeit ist der Spaß. So geht jedes einzelne Stück der 13 Titel langen LP ohne lange Umwege sofort ins Ohr um dort für ein paar Tage zu verweilen. Nix da mit Album mal durchhören und abwarten. Bei Effi gehts sofort los. Darin liegt zugleich die große Stärke von Effi aber auch die Schwäche. Während Effi Live wunderbar funktioniert und zum Tanzen einlädt, fehlt auf Platte ein wenig der Schmäh und nach ein paar Wochen Heavy Rotation hat man sich ein bisschen satt gehört.

Nichtsdestotrotz sollte man „Astronaut“ nicht unterschätzen und sich unbedingt zu Gemüte führen. Es lohnt sich den physischen Tonträger zu erwerben, nicht nur weil man damit heimische Musik unterstützt, sondern weil das Booklet und das Cover so kreativ wie liebevoll gestaltet ist. Effi gilt sicher als einer der vielversprechendsten Erscheinungen aus Österreich im Jahr 2011. Konzerttermine sollte man nicht verpassen, denn Live geht Effi so richtig ab und erweckt müde Füße zu neuem Leben.

Die Highlights des Albums sind nicht nur die Single „Sinnerman“ sondern vor allem der Opener „Distance“, das großartige „Mars“ und der „Gitarre-Weg-Jetzt-Gibts-Dance-Mukke“-Track „Dance“, der beweist, dass Effi keine Grenzen kennt. Hoffentlich gibt es schon bald neues Songmaterial und viele Experimente des Grazer Künstlers der es mit einigen Stücken auch auf dem Soundtrack von „Die unabsichtliche Entführung der Elfriede Ott“ schaffte.

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