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Kings of Leon – Come Around Sundown

Gleich vorweg „Come Around Sundown“ ist das wahrscheinlich „Fastest Selling Album“ des Jahres, und das liegt bestimmt nicht an der Qualität ihrer Vorgängerscheibe. Kings Of Leon wurden zum Hype. Warum genau, weiß niemand so genau. Auf einmal waren sie groß da.

Nach dem sich die Familie Followill (3 Brüder und ein Cousin) durch ihre ersten zwei Alben gerotzt hatten kam ein drittes eher mäßiges Album und ein viertes noch mäßigeres Album mit ein paar Hitsingles darauf (u.a. „On Call„, „Sex On Fire“ und „Use Somebody„) die nicht viel mehr zu bieten als eben diese Hitsingles. Somit war der Sprung vom Indieradio zu Heavy Rotation geschafft. Angekommen in den großen Stadien der Welt, tourten sich Kings Of Leon ideenlos fast zu Tode.

Viele hätten sich vielleicht ein anderes „Come Around Sundown“ erwartet, rockiger und kantiger, so wie Anfangs ihr Debütalbum „Youth & Young Manhood“, es scheint aber so als würden sich die Followills in den großen Stadien wohlfühlen und dort bleiben wollen. Der Sound des aktuellen Longplayers ist auf ein großes Publikum angelegt, es hallt in den Refrains und man hat die Bilder der Konzerte vor sich: Tausende Menschen, mit brennenden Feuerzeugen oder Kerzen, die hin und her schaukeln und den tollsten Moment ihres Lebens mit der Handykamera festhalten wollen.

Klingt furchtbar, ist es aber gar nicht. Denn Kings Of Leon haben sich, so wirkt es zumindest, seit langem wieder mal Mühe gegeben. Die Songs sind perfekt ausproduziert, die Gitarrengewitter passen und donnern angenehm. Die Melodien wirken frisch und sind eingängig. „Come Around Sundown“ schafft es eine Atmosphäre zu erzeugen (z.B. „Beach Side„), durchgängig durch das gesamte Album.

Wenn man in der „richtigen“ Stimmung ist (frisch verliebt oder in Pension am Strandhaus) ist „Come Around Sundown“ ein gutes Album. Ansonsten Stellenweise zu glatt und darduch fad.

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