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Earl Greyhound – Soft Targets

Warum ein Album erwähnen, dass bereits 2006 erschienen ist?
Erstens: Weil Earl Greyhounds Debütalbum  erst jetzt in hießigen Gefilden offiziell erscheint – dem letztjährigen Minihype um die Band sei Dank.
Zweitens und vor Allem: Weil man keine Möglichkeit auslassen sollte, auf diese unfassbar tolle Gruppe aufmerksam zu machen.

Es sei gleich erwähnt: Wer sich 2010 in Suspicious Package verliebt hat, wird auch Soft Targets nicht mehr aus dem Player bekommen. Und das müssten eigentlich alle jenesein, die nur im entferntesten etwas mit Led Zeppelin, Wolfmother oder Mother Tongue anfangen können. Freunde von 70´s affiner Musik finden hier eine neue Lieblingsband, garantiert!
Dabei gibt es zwischen Soft Targets und Suspicion Package doch einen ganz markanten Unterschied: „Big“ Ricc Sheridan an den Drums. Hört man Earl Greyhounds Debütalbum wird einem noch einmal richtig vor Ohren geführt, welche Urgewalt der Hüne auf sein Monsterschlagzeug überträgt (Vergleiche mit John Bonham und Mitch Mitchell sind absolut zulässig, jawohl!) und damit neuere Veröffentlichungen maßgeblich prägt.
2006 sah die Sache noch anders aus, der damalige Schlagzeuger Christopher Bear (den Meisten wahrscheinlich eher bekannt als Drummer der ebenfalls aus Brooklyn stammenden Grizzly Bear) verstand seine Aufgabe eher zweckdienlich. Bonzo Exzesse findet man auf Soft Targets keine, jedoch ein präzises Spiel, welches sich ganz dem Songwriting unterordnet.

Und eben jenes war bereits vor fünf Jahren nahezu perfekt entwickelt. Gittarist Matt Whyte und Bassistin Kamara Thomas waren offenbar schon immer Melodiehippies, geben allerdings noch seltener das harmoniesüchtige Gesangsduo, als man das jetzt von ihnen kennt.
Aber egal ob die Band nun harten Rock spielt (S.O.S.), sich an harten Metalriffs in Trance spielt (Monkey) oder schlicht ihrem unabsprechbaren Hang zur großen Popgeste frönt (It´s Over; Back and Forth) – hier hat alles Hand und Fuß, im Grunde folgt Hit auf Hit.

Dass der europäischen Version der Cd nun zwei Bonustracks spendiert wurden, freut zwar aufgrund der Großzügigkeit, verwundert aber in seiner Inkonsequenz. Welcome Back Father und Not Gonna Wait finden sich neben dem Albumtrack Fashion auf der Earl Greyhound EP von 2004, warum aber dessen vierten Song Teenage Kidnap vergessen (?) wurde, bleibt im Unklaren. Daher die EP allerdings nicht mehr erhältlich ist, zumindest eben eine nette Geste.

Abgesehen davon: Wer Soft Targets noch nicht sein Eigen nennt, sollte spätestens jetzt zugreifen!

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