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Epic Fail #26: Die Kölner Nabelschnur zur Lebenssicherheit

Jesus starb am Kreuz. Laut Erzbischof starben auch 8 Millionen durch Abtreibung.In einer Beilage der deutschen Wochenzeitung Die Zeit hat es der Kölner Erzbischof offensichtlich erkannt, dass Problem mit Deutschland: Kindermord.

Deutschland hat „den Faden des Lebens und damit die Nabelschnur zur Lebenssicherheit gerissen und gekappt“, schreibt der Kölner Erzbischof Joachim Meisner in einer Beilage zur aktuellen Zeit. Die Unsicherheit in Deutschland käme von den 8 Millionen in den letzten Jahren getöteten Kindern, durch die es durch die Liberalisierung des Abtreibungsparagraphen gekommen sei. Das sei der alltägliche Super-GAU, da Atomsstrom viel ungefährlicher sei.

Aber ja, nicht verwunderlich. Ein alter, reaktionärer Kathole spricht sich gegen Abtreibung aus. Wen wundert das noch? Dass die Berufung eines Hitlerjungen zum Papst nicht zur Stärkung eines liberalen Klerus beitrug, eh klar. Dass ein Bischof Atomstrom für ungefährlicher als Abtreibung hält – wirklich, wen wundert das noch?

Dadurch vergleicht er allerdings die Opfer von Atom-Katastrophen wie Tschernobyl oder auch Fukushima mit Zellhaufen, die noch nicht so weit sind, dass sie etwas empfinden oder spüren könnten. Dadurch zeigt er, dass ihm die Opfer illegaler Abtreibungen, die es noch immer gibt, lieb sind. Damit zeigt er, dass auf seiner Stirn ganz groß PRO-LIFE steht.

Die Frage, wie weit es mit dieser katholischen Kirche noch geht, steht im Raum. Die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt, dass sie sich vor allem darauf besonnen zu haben scheint, dass es immer noch zurück geht. Zurück in eine Zeit, in der die Kirche Macht hatte und die Menschen nichts anderes waren als eine dumme Masse. In der nur die, die ihr als Teil des Systems angehörten, auch die waren, um deren Wohl man sich kümmerte. Das Gesicht der katholischen Kirche, es lügt uns an, wenn es Abtreibungen bedauert.

Foto: dorena_wm

Klemens

Das Licht der Welt erst 1991 erblickt und schon so bitter.

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