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Epic Fail #29: Lugner und die Arbeitnehmer_innenrechte

Richard Lugner’s Verständnis von Arbeitnehmer_innenrechten verdienen eindeutig den Fail der Woche. Denn es scheint, als wäre dem österreichischen Staatsclown lieber, wir würden noch in Zeiten der Sklaverei leben.

Während sich der Chef der Lugner-City mit immer neuen Freundinnen in den Untiefen des Reality-TV austobt, fordert er von den Angestellten immer wieder, dass sie an „manchen“ Sonntagen doch auch arbeiten sollen. Die Gewerkschaft ist strikt dagegen, denn die GPA-djp befürchtet, dass es nicht bei „manchen Sonntagen“ bleben wird. Sie führte eine Umfrage in der Lugner-City durch – 215 Angestellte von den 229 befragten sagten zur Sonntags-Arbeit Nein.

httpv://www.youtube.com/watch?v=l59SI4Z6B20

Jetzt gibt es einen neuen Eklat. Handelsangestellte dürfen, laut Kollektivvertrag, nur jeden zweiten Samstag arbeiten. In der Lugner-City wird das allerdings ignoriert. Die Gewerkschaft bereitet sich auf weitere Rechtsstreits vor. Ob Lugner diskutieren will oder nicht ist noch offen.

Arbeitnehmer_innenrechte müssen gewahrt werden. Die Sonntagsöffnung von Geschäften ist in Österreich seit Jahren ein Thema, doch meiner Meinung nach ist sie klar mit nein zu beantworten, wenn es sich um Handelsketten/Shopping-Center/etc handelt.  Lassen wir Handelsangestellte jeden Samstag arbeiten und verpflichten sie auch noch an „manchen“ Sonntagen, wird es bald keine ruhigen Tage mehr in der Stadt geben. Wir sollten froh sein über einen Ruhetag in der Woche.
Womit ich allerdings kein Problem habe, dass ist der kleine türkische Kreisler am Griesplatz, der Sonntags selbst arbeitet und selbst seine Lebensmittel vertreibt – solange es auf freiwilliger Basis und in einem kleinen Rahmen bleibt. Am Schlausten ist es trotzdem noch immer, sich schon vor den Ruhetagen mit den notwendigen Dingen zu versorgen.

Foto: Screenshot ZiB 13, 14.6.2011

Klemens

Das Licht der Welt erst 1991 erblickt und schon so bitter.

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Comments (1)

  1. Lukas25. Juli 2011 Antworten
    100% Zustimmung! Der Lugner selbst kann ja 24/7 arbeiten, dagegen hat keiner was, aber das auch von seinen Angestellten zu erwarten, ist doch sehr 1960er…

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