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Epic #FAIL der Woche: 2000 Euro für ein Bier

Ausweitung des Alkoholverbots in Graz

Ausweitung des Alkoholverbots in Graz

Im Gemeinderat der Stadt Graz wurde in der letzten Sitzung, am Donnerstag, eine Ausweitung des bestehenden Alkoholverbot beschlossen. Bis zur Sitzung war das Trinken von Alkohol im Freien bereits in der Mondscheingasse, am Hauptplatz und im Univiertel untersagt.

Die ÖVP von Siegfried Nagl (auch bekannt durch das Nicht-Telefonieren-in-Öffis-Gebot und die „Ruhezone“), kann sich nun vorstellen auch die Albrecht-, sowie die Schmiedgasse und die Hans-Sachs-Gasse „trocken zu legen“. Die orange Witz-Partie (BZÖ) will gar keinen Platz in der „City“ dem „sinnlosen Betrinken“ opfern. Bestraft werden kann ein Verstoß gegen das Alkoholverbot mit einer Organstrafe von 30 Euro, im Extremfall sogar mit bis zu 2000 Euro.

Der Effekt eines Alkoholverbots ist umstritten, denn eingehalten wird es nicht. Warum auch? Warum darf man nur dann Alkohol trinken wenn es in Gaststätten konsumiert wird? Als Privatperson Alkohol zu trinken ist verboten, aber als Konsument_in und Kund_in ist es legal. Es benachteiligt sozial Schwächere und beraubt sie ihrer persönlichen Freiheit. Einmal ganz abgesehen davon, dass ein Alkoholverbot im „Freien“ Betrunkene nicht daran hindert zu randalieren und Krach zu machen, das Univiertel zeigt das ganz deutlich. Die „Kids“ besaufen sich zur Happy-Hour in den Lokalen und bringen brav Umsatz und laufen dann abgefüllt durch die Straßen. Daran ändert sich nichts durch das Alkoholverbot.

Das Alkoholverbot hat den einzigen Effekt, dass Menschen die es sich nicht leisten können oder wollen viel Geld für Alkohol in Lokalen auszugeben, dafür bestraft werden. Und das ist zu Recht unser Epic #FAIL der Woche.

Foto:  thomas_tkacsik

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