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Epic #FAIL der Woche: Die Informationspolitik der japanischen Regierung

Eine atomare Katastrophe passiert in der japanischen Atomanlage Fukushima. Es vergehen Tage ohne genaue Informationen über den Hergang des Unfalls. Auslandsmedien behelfen sich mit Spekulationen und „Atomexpert_innen“, die ihre Mutmaßungen in Funk und Fernsehen zum Besten geben. Aber noch viel schlimmer, auch die japanische Bevölkerung weiß kaum mehr als, dass alles unter Kontrolle sei und kein Grund zur Panik herrsche. Viele Japaner_innen glauben den Informationen der Regierung nicht mehr und sind skeptisch und verängstigt. Zurecht.

Atomkatastrophe? – Alles unter Kontrolle. Bitte keine Panik.

Schuld daran ist die Informationspolitik der japanischen Regierung zur größten atomaren Katastrophe seit langem. Immer noch sickern nur sehr spärlich Fakten und Daten der japanischen Regierung durch. In einer globalisierten Welt, in der alles mit allem verknüpft und voneinander abhängig ist, sorgt dieses Vorgehen für Unverständnis und Misstrauen. Ganz abgesehen davon, dass die japanische Regierung ihr eigenes Volk für dumm verkauft und ihnen bewusst Informationen enthält, die das Leben und Überleben vieler Japaner_innen betrifft.

 

Gerade bei einer Atomkatastrophe die vor Staatsgrenzen keinen Halt macht, kann und darf dieser „Unfall“ keine Nationalsache sein. Regierungen haben in solchen Fällen die Aufgabe und die Pflicht für Transparenz, umfassende Information und Aufklärung zu sorgen. Das Verhalten der japanischen Regierung hat damit eindeutig unseren Epic #FAIL der Woche verdient.

Wir hoffen sehr darauf, dass bald mehr Klarheit in die furchtbare Katastrophe kommt und die japanische Regierung sich ihrer Verantwortung bewusst wird.

Foto: Global2000

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