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Epic #FAIL der Woche: Diskriminierung von Joseph Marko

Es ist ein Skandal sondergleichen: der Rechstwissenschaftsprofessor Joseph Marko schaffte es nicht, auf den Dreiervorschlag zur Rektor_innenwahl an der Karl-Franzens-Universität Graz zu kommen. In seinen Augen ein klarer Fall von Diskriminierung – denn er wurde beim öffentlichen Hearing über seine Mitgliedschaft im ÖCV, dem Österreichischen Cartellverband, befragt.

Deswegen reichte Marko jetzt beim Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen Beschwerde ein, er fühlt sich „aus politischen, weltanschaulichen und religiösen Gründen“ diskriminiert. Der AkGl leitete die Beschwerde anscheinend direkt an das Schiedsgericht weiter, welches nun darüber entscheiden muss, ob es sich wirklich im Diskriminierung handelt oder Marko aus persönlicher Eitelkeit Einspruch erhob. Diese Vermutung liegt auch nahe, wenn man das Hearing, wie wir, live oder via Stream mitverfolgt hat. Allein der rethorische Unterschied zwischen den wirklich gut vorbereiteten Mitbewerber_innen die es auf den Dreiervorschlag schafften (Werner, Neuper, Polaschek), und dem um Worte ringenden Joseph Marko war immens.

Abgesehen davon: wie peinlich ist es, dass ein Mitglied einer Männerseilschaftsich darüber aufregt, es trotz seiner Seilschaft nicht nach oben geschafft zu haben? Von seinem Netzwerk nicht direkt nach oben auf die Position gehoben worden zu sein? Jemand, der Mitglied in einer reaktionären, Frauen durchwegs diskriminierenden Organisation ist, regt sich darüber auf, angeblich diskriminiert zu werden. Findet den Widerspruch.

Fun-Fact am Ende: es wird gemunkelt, dass Montanuniabsolvent Ewald Werner, Erstgereihter, auch bei einer Verbindung sei.

UPDATE: Verdacht auf Diskriminierung nicht bestätigt.
#WIN, sag ich da nur. In your face, Cartellverband!

Klemens

Das Licht der Welt erst 1991 erblickt und schon so bitter.

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Comments (1)

  1. Stefan6. April 2011 Antworten
    Ich glaube, Sie waren beim Hearing nicht dabei, ansonsten müsste ihnen aufgefallen sein, dass der folgende Satz den Fakten total widerspricht. Um Worte ringend, das war wohle eher Werner. „Diese Vermutung liegt auch nahe, wenn man das Hearing, wie wir, live oder via Stream mitverfolgt hat. Allein der rethorische Unterschied zwischen den wirklich gut vorbereiteten Mitbewerber_innen die es auf den Dreiervorschlag schafften (Werner, Neuper, Polaschek), und dem um Worte ringenden Joseph Marko war immens.“

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