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Epic #FAIL der Woche: Steirischer AMS-Chef im Nachtclub

Karl-Heinz Snobe, Chef des steirischen Arbeitsmarkt Service (AMS), machte in den vergangenen Tagen Schlagzeilen mit einem „Nachtclubbesuch“ in Wien.

Keinerlei Verfehlung von AMS-Chef im Nachtclub?

Laut eigenen Angaben, war Snobe privat in Wien um sich mit dem Unternehmer Andreas Hammerschmid (dessen Firma Fördergelder des AMS erhält) zu treffen. Nach dem Besuch einiger Lokale, machten die beiden einen Abstecher in ein „Nachtlokal“. Snobe und Hammerschmid wurden von Privatdetektiven observiert. Die Detektive behaupten Snobe sei auf Einladung von Hammerschmid im „Nachtlokal“ gewesen.

Konfrontiert mit den Vorwürfen, gibt sich Karl-Heinz Snobe nicht schuldbewusst, immerhin habe er „die Rechnung für das Nachtlokal selbst bezahlt“. Snobe gibt an, dass der Nachtlokalbesuch auch intern vom AMS geprüft worden. Das Ergebnis: es sind keine Verfehlungen festgestellt worden. Und so befürchtet Snobe keinerlei Konsequenzen wegen seines Besuchs in einem Nachtlokal, gemeinsam mit dem, vom AMS geförderten, Unternehmer Hammerschmid.

Schwer zu sagen, wofür wir den Epic #FAIL der Woche lieber vergeben möchten: Für den SPÖ-nahen Karl-Heinz Snobe, der sich liebend gern mit „Geschäftspartnern“ in Nachtclubs herumtreibt. Oder doch für das AMS, dass bei den dubiosen Beschäftigungen „keinerlei Verfehlungen feststellen kann“. Doch zum Glück gibt es neonliberal.at: Karl-Heinz Snobe, hat sich den Epic #FAIL der Woche redlich verdient!

 

Foto: Adam Haranghy

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Comments (2)

  1. Lukas2. April 2011 Antworten
    Im Prinzip läufts doch überall so, oder!? Man freunderlwirtschaftet, mauschelt und spielt sich gegenseitig Aufträge, Fördergelder oder Jobs zu. So läuft das, sseit es Menschen gibt. Dass dabei vieles nicht ok ist, liegt in der Natur der Sache. Ob es jetzt um Puffbesuche geht (Ist der Herr eigentlich verheiratet?), um Urlaube oder um lukrative Aufträge, ist doch egal. So sieht die Realität nun einmal aus. Wer mitmacht, wird materiell erfolgreich sein, Cayenne Turbo fahren und 5mal mit verschiedenen Models verheiratet sein, sobald er sich die Haare nach hinten kämmt und ordentlich Gel reinhaut. Wer nicht mitmacht, bleibt „Normalbürger“. Ist doch auch was schönes…
    • Gast5. April 2011 Antworten
      @ Lukas
      Leider ganz unsachgemäß bagatellisiert! Hier fehlt Transparenz und Kontrolle. Das sind fehlgeleitete Gelder, die sinnvoller eingesetzt werden müssten. Diese Umoral oder Korruption ist sicher kein Einzelfall sondern eine gängige Praxis, die für viele zur Armuts- und Gesundheitsgefährdung wird und die Arbeitslosigkeit nur zementiert. Für Junge ohne Ausbildung und für Ältere wird dieses exzessive Coaching-Unwesen zur Falle. Nach zu langer Nutzbarmachung für die Interessen anderer, durch Zwangszuweisung und Verstecken vor der Arbeitslosenstatistik in diesen meist ärgerlichen, nutzlosen und beleidigenden „Coachings“,(statt sinnvollen Bildungsangeboten oder sozialen Initiativen) entsteht den Arbeitslosen massiver Schaden. Auch seelischer, da die meisten Trainer zu wenig qualifiziert sind. Und selbst wenn sie noch so viel Druck machen, können sie fehlende Jobs nicht herbeizaubern.
      Das Loch in der Biografie und der Ärger wird irgendwann zu groß und schlagend. Wenn man das 3 Jahre so treibt, und immer nur die Krisenverlierer für die Job- und Wirtschaftkrise alleinverantwortlich macht, ist man dem Arbeitsmarkt ab 40 „zu alt“ oder wird durch diesen entwertenden „Gebrauch“ krank.
      Besser man wirft das Geld gleich zum Fenster hinaus! Die derzeitige Schikane-Praxis blockiert und fördert in erster Linie die Nutznießer – die Krisengewinner.

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