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Epic Win #20: Kinderschutzgebiet in der Obersteiermark

Der Mürztaler Waldbesitzer Sepp Rothwangl, hat in der letzten Woche für Aufsehen erregt: Ein „Pilgerverbotsgebiet“ untersagt es Geistlichen mit Kindergruppen den Wald zu betreten. Rothwangl will damit ein Zeichen gegen Missbrauch in der Kirche setzen, er selbst gibt an Missbrauchsopfer zu sein.

Pilgerverbot und Kinderschutzgebiet gibts jetzt in der Steiermark

Das Verbotsschild und die Erklärung seines Waldes zum „Kinderschutzgebiet“ erregte viel Aufsehen, vor allem sehr viel Zuspruch und zahlreiche Anfragen ob man das „Pilgerverbotsschild“ bekommen kann. Allerdings gab es auch eine Anzeige bei der Grazer Staatsanwaltschaft wegen Verhetzung, die das BZÖ eingebracht hat. Warum das BZÖ dazu bemüßigt gefühlt hat, ist nicht ganz nachvollziehbar. Von Verhetzung kann keine Rede sein. Rothwangel hat mit der Errichtung des Kinderschutzgebiets ein Thema angesprochen, dass leider viel zu real ist. Noch immer gibt es viele Missbrauchsfälle in der Kirche und die Arbeit der „Missbrauchsopferstelle“ (geleitet von der ehemaligen „Frau Landeshauptmann“ der steirischen ÖVP Waltraud Klasnic) geht nur schleppend voran.

Rothwangl hat ein wichtiges Zeichen gegen Missbrauch gesetzt und vorbildlich gehandelt. Hoffen wir, dass bald ganz Österreich zum „Kinderschutzgebiet“ wird. Für seine Courage und die Vorreiterrolle gebührt ihm der Epic Win #20.

 

Foto: Sepp Rothwangl bzw. www.betroffen.at

 

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