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Epic Win #21: ÖH-Wahlbeteiligung leicht gestiegen

Die Wahlen zur österreichischen HochschülerInnenschaft 2011 sind geschlagen. Nachdem im Jahr 2009 mit 25,7 Prozent Wahlbeteiligung ein Negativ-Rekord zu verzeichnen war, ging es dieses Jahr wieder etwas bergauf – und das zum ersten Mal seit der ÖH Wahl 2005.

Die ÖH Wahlen sind vorbei, die Stimmen sind ausgezählt. Klarer Wahlsieger ist der Verband Sozialistischer Student_innen Österreichs, der als einzige größere Fraktion dazugewonnen hat. Bundesweit bedeutet das einen Zugewinn von vier Mandaten, in der Bundesvertretung hält der VSStÖ nun 12 Mandate. Ebenso konnte der VSStÖ an nahezu allen Universitäten zulegen, an der Medizinischen Universität Graz erreichte der VSStÖ mit sieben von neun Mandaten die Zweidrittel-Mehrheit. Die Jungen Liberalen (JULIS) schafften mit drei Mandaten den Einzug in die Bundesvertretung, sie sind damit jene Fraktion, die den zweitgrößten Madats-Zugewinn verzeichnen.

Aber eigentlich haben alle gewonnen, da es die HochschülerInnenschaft und die einzelnen Fraktionen offenbar schafften, die Student_innen in die Wahlkabine zu mobilisieren. Bundesweit gingen etwa 28,3 Prozent zur Wahl, was einen Anstieg der Wahlbeteiligung von immerhin etwas mehr als 2,5 Prozent bedeutet. Zwar gibt es Universitätsstandorte, an denen die Beteiligung weiter gesunken ist (etwa an der Uni Graz), generell kann man aber von einem Erfolg sprechen.

Vor allem die HochschülerInnenschaft an der Medizinische Universität Wien konnte mit ihrer Kampagne „Komm zur Wahl und rette ein Herz“, bei der für jede abgegebene Stimme ein Euro an die Organisation „Herzkinder Österreich“ gespendet wird, überzeugen. Die Wahlbeteiligung stieg um 8,5 Prozent auf 48,5. Die zweithöchste Wahlbeteiligung gab es an der Montanuni Leoben, an der die Beteiligung zwar sank, mit knapp 45 Prozent dennoch beachtlich ist.

Der positive Trend ist wichtig, um der ÖH Legitimität zu verschaffen, und das ist uns allemal den Epic #WIN der Woche wert.

 

Foto: Christopher Pieberl

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