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Epic Win #23: Ohne Schulnoten geht’s auch

Lernmotivation statt Notenstress – wer hat sich das in seiner_ihrer Schulzeit nicht gewünscht? Findet der Vorschlag der Grünen im Parlament eine Mehrheit, könnte das zumindest in Volksschulen Realität werden.

Geht es nach den Grünen, wird es in Zukunft keine Schulnoten mehr geben.

In einem Entschließungsantrag fordern die Grünen die weitgehende Abschaffung von Schulnoten, zumindest in Volksschulen. Als Alternativkonzept präsentierten sie eine Leistungsbeurteilung durch ein sogenanntes „Pensenbuch“, in dem der Lernfortschritt jedes Schülers und jeder Schülerin unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte, etwa dem Umgang mit Informationen, die Fähigkeit zur Teamarbeit und zu Selbstständigem Arbeiten und das Interesse an den jeweiligen Unterrichtsfächern, festgehalten wird (siehe z.B. das Pensenbuch-Muster des Referats für Schulversuche und Schulentwicklung im Stadtschulrat von Wien).

Die Vorteile des Vorschlags der Grünen liegen auf der Hand:

  • Die Leistung der Schüler_innen wird nicht mehr anhand rein subjektiver (d.h. intersubjektiv nicht nachvollziehbarer) Noten beurteilt. Schüler_innen sowie Eltern wissen klar, wo die Stärken liegen und wo Motivationsbedarf besteht.
  • Lehrer_innen sind erstens nicht gezwungen, die Leistung eines ganzen Jahres in einer Ziffer zusammenzufassen. Zweitens sind Lehrer_innen, wie es der Grüne Wissenschaftssprecher richtig erklärt, dann in der Rolle eines Coaches und nicht mehr in der eines Richters bzw. einer Richterin.

Am Beispiel des im Bildungssektor vorbildhaften Skandinaviens sieht man, dass die Abkehr vom Notensystem Erfolg bringt. Zwar ist die ÖVP davon noch nicht überzeugt, Bildungsministerin Schmied sieht aber in den 2012 zur Einführung geplanten Bildungsstandards genau das von den Grünen Geforderte vor. Ein zumindest teilweiser Schritt des Bildungssystems ins neue Jahrtausend scheint also möglich.

 

Foto: gruenewien

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