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Epic #WIN der Woche: 56 Milliarden US-Dollar für Schienenausbau

Wenn es nach Obama geht sollen im Jahr 2036 80% der Amerikaner_innen Zugang zu einem Hochgeschwindigkeitsnetz haben.

Nicht nur durch die Privatisierung vieler Strecken des Zugverkehrs, und das Aufkaufen dieser durch große Autohersteller, musste der Schienenverkehr in den USA in der Vergangenheit leiden. Die staatlichen Investitionen in den Zug wurden stark zurückgeschraubt.  Doch das soll sich jetzt ändern. Obama hat angekündigt in den kommenden sechs Jahren bis zu 56 Milliarden US-Dollar in den Ausbau des Schienennetzes und die Erneuerung des Zugverkehrs zu investieren. Obamas Vision ist der Zugang zu einem Hochgeschwindigkeitsnetz für 80 Prozent der US-Bürger_innen in den nächsten 25 Jahren.

Großen Anteil an Obamas Vorhaben, dürfte sein Vize Präsident Joe Biden haben. Biden ist bekennender „Fan“ der Bahn und nutzt diese auch um in die Arbeit zu gelangen. Es ist sicherlich nicht der größte Wurf Obamas, zeigt aber einmal mehr, dass Obama immer noch verändern und das Amerika, in dem er Präsident ist, gestalten will. Ein klares Bekenntnis zum öffentlichen Verkehr und der Wille auch tatsächlich viel Geld in die Hand zu nehmen verbessert das Bild des autofahrenden Amerikas und gibt Hoffnung auf zukunftsorientieres regiertes Land. Bleibt nur abzuwarten ob Obamas Investitionen einhergehen mit sozialverträglichen Ticketpreisen für den öffentlichen Verkehr, damit 80 Prozent der Amerikaner_innern nicht nur technisch sondern auch in der Praxis auf das Auto verzichten können und eine echte Umstiegsmöglichkeit auf den Zug haben.

Foto: Zeitfixierer

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Comments (2)

  1. Eva Maltschnig9. Februar 2011 Antworten
    hey, ein paar anmerkungen: eine bekenntnis zum öffentlichen verkehr ist diese investition nicht, wenn ich das richtig verstanden hab, sollen die hochgeschwindigkeitsstrecken ja auch in zukunft von privaten anbieterInnen betrieben werden. der staat will duch einige investitionen anreize für private schienenverkehrsunternehmen setzen, sich wieder im transport von menschen zu versuchen (momentan machen die ihr geld ja ausschließlich im güterverkehr, fast 40 prozent der amerikanischen transporte werden auf schiene erledigt). im übrigen ist auch die investition in hochgeschwindigkeitsstrecken nicht die ultimative lösung zur vernichtung der pkw-nützung – nur eine enorme investition in personnennahverkehrssysteme würde da tatsächlich was ändern. und auch eine elektrifizierung der eisenbahn wär mal ne idee – in den usa fahren die mit diesel. und zum schluss: in den usa gabs nie ein schienenverkehrssystem, das privatisiert werden hätte können – das war nie öffentlich, sondern immer privatwirtschaftlich oragnisiert (deshalb ist es ja so dysfunktional). in den 1970ern wurde die amtrak als semi-staatliche struktur gegründet, um den völligen niedergang des personentransports auf schiene zu verhindern, das ist aber bis heute die einzige „staatliche“ eisenbahngesellschaft in den USA. ein kleiner lesetipp zum thema bahnprivatisierungen etc: http://www.amazon.de/Verkehr-Umwelt-Klima-Globalisierung-Tempowahns/dp/3853713009/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1297257860&sr=8-1 liebe grüße,
    eva
    • Christopher9. Februar 2011 Antworten
      Wow! Danke für den Input… next time lassen wir gleich dich einen Artikel darüber schreiben! 🙂

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