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Epic #WIN der Woche: Westerwelle geht als FDP-Chef

Das Zeitalter des süffisanten Leistungsgrinsens mit der strengen Stimme ist vorbei: Guido Westerwelle muss die Konsequenzen aus den Wahldebakeln ziehen und tritt als FDP-Chef zurück.

Westerwelle ist als FDP-Chef zurückgetreten.

Westerwelle will zwar vorerst noch Außenminister im Kabinett Merkel bleiben, aber es wird sich noch zeigen ob die FDP den größten „liberalen“ Versager des letzten Jahrzehnts als Klotz am Bein behalten und mit sich rumschleppen will. Denn dem Wahlerfolg und der triumphartigen Koaltion aus Schwarz-Gelb folgte schnell die Ernüchterung. Es war zu dieser Zeit (Bundestagswahl im September 2009) halt schick auf die Armen zu schimpfen und sie für ihre Arbeitslosigkeit zu hassen. Westerwelle preiste die Leistung und lehnte die soziale Gemeinschaft ab. Aber ganz ehrlich, mit welcher positiven Leistung als Außenminister fiel Guido Westerwelle nochmal auf? Achja…

Die FDP mag durchaus ihre Basis von 3-5 % in Deutschland haben, aber an ihre Hochglanzzeit mit 14,7 % von 2009, werden sie (dank Westerwelle) wohl sehr lange nicht mehr kommen. Und das ist gut so. Eigentlich ist es fast schon ein #Fail, dass Westerwelle als Parteichef geht, wer sonst könnte mit dieser Arroganz der neoliberalen Politik ein Gesicht verleihen? Und es besteht ja fast schon die Gefahr, dass man in ein paar Jahren vergessen hat, welche Politiker_innen die FDP da auf die Menschheit losgelassen hat. Aber vorerst mal tut es gut zu sehen, dass Westerwelle gehen muss. Egal wohin er geht, Hauptsache weg und das reicht für einen Epic #Win in dieser Woche. Bleibt nur zu hoffen, dass er den Posten des Außenministers auch bald abgeben muss.

Foto: tgoldkamp

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Comments (2)

  1. Raphael6. April 2011 Antworten
    Westerwelle wird abgesägt, weil er sich nicht dem NATO Diktat beugen wollte, und keinen weiteren Krieg um Öl in Libyen führen wollte. Seine „Sturheit“ haben ja schon die US Diplomaten in den Wikileaks Cables beklagt. Ich vermute, dass der RWE Konzern heftig gegen ihn protestiert hat.
  2. Sebastian9. April 2011 Antworten
    Von mir aus hätte Westerweller gerne bleiben können. Als Clown in de deutschen Politik war er ja irgendwie unterhaltsam. Mich hätte viel mehr gefreut wenn die FDP endlich gehen würde – in den Untergrund zum Beispiel.

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