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Epic #WIN der Woche: Zumindest wird darüber geredet…

Wie zeitgemäß ist es, daran festzuhalten, dass junge Männer ein halbes Jahr Bundesheer (beziehungsweise ein dreiviertel Jahr Zivildienst) hinter sich bringen müssen?

Gar nicht, sagt die SPÖ. Aus diesem Grund präsentierte Verteidigungsminister Darabos sieben Modelle fürs Bundesheer, sechs davon sehen keine Wehrpflicht vor. Darabos selbst präferiert das Schwedische Modell, „ein Berufsheer mit starker Milizkomponente“. Eine profil-Umfrage gibt der „neuen“ Position der SPÖ jedenfalls Recht. Nur noch 36 Prozent der Österreicher_innen sind für die Beibehaltung der Wehrpflicht. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass sich selbst die ÖVP vorsichtig gesprächsbereit gibt, schließlich will die Volkspartei noch so tun, als ob sie die Alternativen eingängig prüft, bevor der Vorstoß abgedreht wird.

Sollte es überraschenderweise doch dazu kommen, dass die Wehrpflicht ausgesetzt wird (was bedeutet, dass junge Männer nur in Notfällen einrücken müssen), wären Griechenland, Zypern, Estland und Finnland die letzten EU-Staaten, in denen die Wehrpflicht gilt.

Es scheint also möglich zu sein, und am Beispiel Schweden etwa sieht man, dass die FPÖ unrecht hat, wenn sie das Aussetzen bzw. die Abschaffung der Wehrpflicht mit einem NATO-Beitritt gleichsetzt.

Doch was soll mit dem Zivildienst passieren? So wichtig die Einführung des Zivildienstes als Alternative zum Bundesheerdienst war, so wichtig ist die von Sozialminister Hundstorfer vorgeschlagene Alternative zum Zivildienst bei Aussetzung der Wehrpflicht: ein freiwilliges Sozialjahr für Frauen und Männer, das eine monatliche Entlohnung von 1300 Euro, 14-mal im Jahr, vorsieht.

Das wäre endlich eine gerechte Entlohnung für Jugendliche, die sich freiwillig im Sozial- und Gesundheitsbereich engagieren.

Foto: dugspr — Home for Good

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