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Fekter und der Holocaust

„Das Zweite: wir bauen gerade enorme Feindbilder in Europa auf. Gegen ‚die Banker‘, gegen ‚die Reichen‘, gegen ‚die Vermögenden‘. So etwas hatten wir schon ein Mal. Damals war’s dann verbrämt unter ‚gegen die Juden‘, aber gemeint waren damals ähnliche Gruppierungen. Und es hat zwei Mal in einem Krieg geendet.“

Maria Theresia Fekter, erst Innen-, nun Finanzministerin, ist eine erklärte Gegnerin von jeglicher steuerlicher Belastung Reicher. Und dabei geht sie so weit, die Forderung nach Umverteilung, die Kritik am kapitalistischen System mit dem Holocaust zu vergleichen.

Einerseits ist das geschmacklos, dumm und unendschuldbar. So eine Aussage verharmlost das Leid zweier Weltkriege. Sie nimmt Bezug auf den Holocaust und vergleicht ihn mit „Hetze gegen Reiche“. Obskur.
Andererseits bedient sie damit auch das Ressentiment, dass Kapital vor allem bei Jüd_innen liegen würde. Das ist falsch und 1:1 im Rechts-Sprech zu finden, wenn z.B. vom „Kapital an der Ostküste“ gesprochen wird. Das ist Antisemitismus.

httpv://www.youtube.com/watch?v=BkZjyJtK81I

Sie reagierte damit auf eine umstrittene Rede des polnischen Finanzministers Jacek Rostowski, in der er davon sprach, dass beim Scheitern der Eurokrise auch Krieg nicht mehr auszuschließen sei. Und machte sich, im Satz vor obigem Statement, Sorgen um erstarkende Nationalismen: „Auch ich habe mir schon große Sorgen im Hinblick auf die verstärkten Nationalismen, die wir haben, gemacht.“

Klemens

Das Licht der Welt erst 1991 erblickt und schon so bitter.

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