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Google findet Feedburner

Bei der Suche in den eigenen Abfällen scheint Google vor einiger Zeit auf Feedburner gestoßen zu sein. Die schleichenden Verbesserungen an dem Service die zuletzt stattgefunden haben, legen diesen Schluss zumindest nahe. Was die zahlreichen Nutzer_innen sicherlich freuen wird, war doch seit der Übernahme von Feedburner durch Google im Sommer 2007 (um angeblich 100 Millionen $) wenig geschehen. Einzig Googles Werbe-Dienst AdSense hat man integriert, und bei der Gelegenheit auch gleich das Feedburner-Blog durch einen neuen, bezeichnenderweise „AdSense for Feeds“ genannten Blog ersetzt.

Das neue Feedburner Interface

Bild: Google Inc.

Und eben dort kann man nun seit einigen Tagen lesen, dass Google das Feedburner-Interface komplett überarbeitet hat, so dass das Aussehen nun zu dem der anderen Google Dienste passt. Freilich ist nicht das Aussehen der eigentliche Höhepunkt des Totalumbaus.

Nachdem Google 2 Jahre lang auf Feedburner vergessen zu haben scheint, und zwar so richtig, so dass es zu immer gröberen technischen Problemen und Ausfällen kam und manche schon das Ende von Feedburner kommen sahen, begannen im Laufe des Jahres 2009 plötzlich und ohne Ankündigung, etwa dass man sich des Problems bewusst sei und daran arbeite, die Fehler drastisch zurückzugehen. PubSubHubbub wurde integriert. Die Statistikfunktionen wurden aufgewertet und im November 2009, nach fast zwei Jahren, wurde schließlich Google Analytics mit Feedburner verbunden. Dann bekam Feedburner die Fähigkeit neue Feedbeiträge bei Twitter zu posten spendiert. Und nun, mit dem Redesign, laufen viele dieser Fäden zusammen, da die Statistiken nun in Real Time angezeigt werden.

Das mag für viele nur mäßig relevant oder interessant sein, aber ingesamt ist es ein deutliches Zeichen dafür, dass Google nicht vor hat, Feedburner einzustellen oder wieder zu ignorieren, anscheinend wird mit einem Plan dahinter beständig daran gearbeitet. Was angesichts der Alternativenlosigkeit zu Feedburner doch recht erfreulich ist.

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