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Gridlink – Orphan

Für das zweite Album hat sich die Veteranen Band knapp drei Jahre Zeit genommen. Die ist nicht spurlos an der Band vorüber gezogen, einiges hat sich verändert im Bandsound. Darüber hinaus ist Orphan in erster Linie: Zwölf Songs allerfeinster Grindcore, zwölf Minuten lang.

Gridlink sind eine eine Band, die Genrefreunde alleine aufgrund ihrer Reputation mit der Zunge schnalzen lässt: Discordance Axis, Hayaino Daisuki, Human Remains, Burnt by the Sun…die Liste der namhaften Metalbands, in denen die fünf Krachmacher von Gridlink schon gelärmt haben, ließe sich schier endlos fortsetzen. Genug Projekte haben die Herren also ohnedies laufen, drei Jahre nach dem guten, aber auch “nur“ grundsoliden Debütalbum Amber Grey gibt’s nun unter dem Banner Gridlink wieder deftig was auf die Ohren. Schnell ist klar: Da hat sich einiges getan, in New Jersey.

Dass die Produktion besser – weil marginal fetter und damit gewichtiger – ausgefallen ist, fällt da noch am wenigsten ins Gewicht.
Spätestens im Titelsong fällt erstmals auf, dass Jon Chang seinen Gesang nun weitaus stärker variiert, als noch auf Amber Grey. Hier gibt’s nicht mehr nur infernales Geschrei ,Chang keift sich durch alle Facetten extremen Gebrülls bis hin zu tiefen Growlparts. Generell ist Orphan in jeder Hinsicht einfach “Mehr“ und damit schlichtweg besser als das Debüt.
Bryan Fajardo am Schlagzeug drischt sich sehr viel differenzierter durch die zwölf Minuten der Platte, gibt dabei natürlich wieder keinerlei Verschnaufpause vor, doch gelingt ihm sein Spiel eben weniger eintönig. Takafumi Matsubara und Steve Procopio preschen derweil mit ihrem Gitarrenspiel vollkommen aus dem Ruder. Nicht selten lassen sie Gridlink wie eine Black Metal Band auf Speed klingen. Das vermengt skandinavisch anmutende Gitarrenarbeit mit klassischem Grind – wer wissen will, wie episch sich das stellenweise anhören kann, darf zu den erhältlichen Karaoke Versionen der Songs greifen.

Was Gridlink beibehalten, ist die Kompaktheit ihrer Songs: Im kürzesten Fall genügen sieben Sekunden, im längsten 1:27 Minuten, um in die erste Reihe modernen Grindcore´s zu preschen. Orphan ist nicht nur eine deutliche Weiterentwicklung zu Amber Grey, sondern stellt dieses regelrecht in den Schatten.
Für Orphan schaffen sich Gridlink eine eigene kleine Nische im großen Genrebecken. Damit sollten sie Grindcorefans nicht mehr alleine aufgrund ihrer Reputation mit der Zunge schnalzen lassen.


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