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Lock Up – Necropolis Transparent

Neun Jahre nach der letzten Schlachtplatte knüpft die Allstar Band mit ihrem dritten Studioalbum dort an, wo man Hate Breeds Suffering aufgehört hat: Necropolis Transparent ist eine knüppelharte, kompromisslose Grindcore Prügel Orgie.

Dabei ist es immer noch das Line-Up, das die ersten Blicke auf sich zieht. Wenig verwunderlich, spielen doch einige Großkaliber der Metalszene bei Lock Up. Momentan wären das Anton Reisenegger (Criminal und Pentagram [allerdings jene aus Chile]), Shane Embury ( Napalm Death, Venomous Concept), Nicholas Barker (Ex-Cradle of Filth, Dimnu Borgir) und vor allem der großartige Tomas Lindberg (At The Gates, Disfear) am Mikrofon. Dazu gesellen sich auf die Gästeliste der ehemalige Lock Up Frontamnn Peter Tätgren (Hypocrisy) und Jeff Walker (Carcass, Brujera).
Namedropping Galore also. Doch wie gewohnt steht der Deathgrind von Lock Up den großen Namen seiner Protagonisten in nichts nach, malträtiert alles in Grund und Boden, was sich ihm in den Weg stellt.

Und das mit knapp vierzig Minuten Spielzeit deutlich länger als jemals zuvor, jedoch kurzweilig wie eh und je.  Necropolis Transparent lässt keine Längen aufkommen. Die englischstämmige Band knüppelt sich kompromisslos durch 16 Songs, Blast Beats pressen an allen Ecken und Enden in einem irren Tempo während die Gitarren in punkto Riffing mindestens genauso aufs Gaspedal drücken (auch wenn Reisenegger nicht ganz mit dem verstorbenen Gründungsmitglied Jesse Pintado mithalten kann) und der Bass gelegentlich alibihaft zwischen dem Inferno hervorgurgeln darf. Lindberg keift sich dazu die Seele aus dem Leib und macht deutlich, dass die Band seit seinem Einstieg an Charakter gewonnen hat. Verschnaufpause  gibt es bei diesem Oldschool Parcours de Force keine, großartige Variationen auch nicht. Kein kritikpunkt: Lock Up knüppeln ihr Programm rücksichtslos herunter, nehmen keine Gefangenen und sprinten moshend zu einem Start-Ziel Sieg.

Womit sie trotz (oder gerade wegen) ihrer geradezu anachronistischen Spielweise ganz oben in der  Grindcore Liga mitzuspielen hätten. Nicht selten erreicht Necropolis Transparent beinahe Pig Destroyer Niveau – vielleicht trotz allem sogar die passendste Referenz überhaupt – und zeigt auf, das in einem Genre, in dem spätestens mit Nasum eigentlich alles bereits gesagt wurde, immer noch ein kräftiger Sturm durchpusten kann. Auch wenn es kein frischer Wind ist.


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