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Make Do And Mend – Part and Parcel

Make Do And Mend machen im Kollektiv, wofür Chuck Ragan, Brian Fallon, Frank Turner und wie sie alle heißen ihr reguläres Bandgefüge gerne mal verlassen: Die potentielen Hot Water Music Erben stöpseln im ultimativen ‚The Wave‘- Jahr die Verstärker aus und bringen sich mit einer folkigen Akustik-EP ins Gespräch. Sitzt wie angegossen.

So schnell kann es gehen: Was als Insider Gag begonnen hat, ist mittlerweile zu einem Trademark-Stempel mit allen Vor- und Nachteilen geworden, über den sich mittlerweile nicht mehr alle Beteiligten freuen. Im Jahr, das für Touché Amoré, La Dispute, Defeater und Pianos Become the Teeth den Durchbruch dank außergewöhnlicher Alben bedeutete, wollen aber auch die Vier aus Connecticut nicht hinterherhinken. Nachdem Holy Roar Records das rundum gelungene Debütalbum ‚End Measured Mile‚ mit den beiden EP’s ‚Bodies of Water‚ und ‚We’re All Just Living‚ im Gepäck Mitte des Jahres neu aufgelegt hat, reichen Make Do And Mend nun selbst auch noch eine Überbrückungshilfe zum kommenden zweiten Album nach.

Part And Parcel‚ heißt, den unleugbar an Hot Water Music geschulten Post-Hardcore von Make Do And Mend fünf Songs lang in jener akustischen Version präsentiert zu bekommen, mit der die Amerikaner gerne Plattenläden und ähnliche Etablissements bespielen. Make Do And Mend an der Schnittstelle zum Country, zum Folk und zu flanellhemdigen Rock mit hochgekrempelten Ärmeln. Mit ‚Unknowingly Strong‚, ‚Ghostal‚ und ‚Transparent Seas‚ hat sich die Band drei Songs von ihrem Debüt noch einmal vorgeknöpft -subtrahiert die verstärkten Gitarren weitestgehend, nimmt den Punch vom Schlagzeug, lässt leise Pianotöne einfließen und James Carroll bringt seine rauhe Stimme geschmeidiger zum Einsatz. Dass das mit einer gesunden Portion eindringlich intensiver Melancholie Hand in Hand geht, muß man wohl nicht extra erwähnen.

Direkt daneben platzieren sich auch die beiden neuen Songs ‚Coats‚ und vor allem das überragende ‚Untitled‚, die einen optimistischen Ausblick auf kommende Veröffentlichungen erlauben. Vielleicht am interessantesten auf ‚Part and Parcel‚, zumindest aber sicher am spannendsten erwartet: Make Do And Mend drehen ‚Home Away From Home‚ vom aktuellen Album ihrer Buddies Touché Amoré durch den Akustikwolf. Was dem um ein vielfach gedrosselten Song gut steht, auch wenn er über zwei Munuten länger als das Original gerät zu jedem Zeitpunkt spannend bleibt. Dass das Gesamtbild soundtechnisch wenig abwechslungsreich gerät, ist bei derartigen „Punker werden Folker“ – Geschichten ja ein leidiges Thema – in diesem Fall stimmt jedoch die Qualität der Songs an sich zu jeder Sekunde. Insgesamt für Folk- und Akustikrock Freunde eine interessante Neuentdeckung, für Fans der Band an sich zumindest eine absolute Bereicherung der Sammlung.

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