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Kanye West – My Beautiful Dark Twisted Fantasy

An Kanye West kommt man nicht vorbei. Ganz egal ob man ihn hasst oder liebt. Seit seinem Debüt „The College Dropout“ im Jahre 2004 ist er omnipräsent. Kein anderer Künstler, keine andere Künstlerin hat den HipHop der 2000er Jahre so geprägt wie er. Kanye erfindet mal schnell einen Sound, überlebt einen schweren Autounfall und schreibt ein paar Hits. Darauf folgen weitere großartige Alben („Late Registration“ 2005 und „Graduation“ 2007), die mehrfach Platin bekommen.

Und wenn er nicht wegen seiner Musik in den Medien ist, dann weil er behauptet Aids sei eine von Menschen gemachte Krankheit mit denen die Afrikaner_innen absichtlich infiziert wurden oder weil er den damaligen Präsidenten Bush live im Fernsehen Rassismus vorwirft. Auch seine Auftritte bei MTV-Award Shows sind bereits Legende. Denn wenn Kanye einen Preis, den er verdient nicht bekommt, dann nimmt sich Kanye den Preis eben selber.

Kanye West ist nicht so schnell zufrieden und versucht sich weiter zu entwickeln und neue Sounds zu entwickeln. Nicht immer klappt das, wie sein Album „808s & Heartsbreaks“ zeigte. Das Album war zwar sehr erfolgreich, aber die Kritiken ließen, kaum ein gutes Haar an dem sehr eintönigen Album. Kanye war das egal, er versuchte weg vom HipHop den er selbst geschaffen hatte, hin zu einem zeitgemäßen Sound zu kommen. Das Experiment ist zwar missglückt, doch das neue Album „My Beautiful Dark Twisted Fantasy“ beweist, dass Kanye die richtigen Schlüsse gezogen hat und für sich einen Sound entwickelt hat.

„My Beautiful Dark Twisted Fantasy“ ist ein Soundmonster. Das vorab veröffentlichte Video „Power“ (ein „zum Leben erwachtes Stilleben“) lies erahnen, dass Kanye West an einer Art Epos arbeitete. Das Ergebnis kann sich hören lassen. Selbst für Kanye West ist die Produktion auf einem sehr hohen Niveau und die Gästeliste lässt keine Wünsche offen: Jay-Z, Kid Cudi, Bon Iver, Rick Ross, John Legend, etc. Im Vergleich zum Vorgänger, geht der aktuelle Longplayer weg von chartstauglichem Pop hin zu kunstvollen Werken, die mitunter 9 Minuten dauern.

Besonders empfehlenswert sind die Songs „Power“, „Lost In The World“ (mit Bon Iver) und das 7 Minuten lange Stück „Blame Game“ mit John Legend. Aber das Album braucht Zeit bis es sich dem Hörer bzw. der Hörerin öffnet. Viele Kritker_innen werden den Medienkasper Kanye kurz vergessen und den Künstler für sein Meisterwerk loben – ich auch.

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Comments (2)

  1. Pingback: Kanye West und seine schrecklich schönen, dreckigen Fantasien « Laila's Musik Blog 29. Dezember 2010 […] persönlicher Favorite Track ist aber „Power“ – der Beat, die Rhymes, es stimmt einfach […]

  2. Pingback: Jay-Z & Kanye West - Watch the Throne - Neonliberal.at 12. August 2011 […] vorlegen und der egozentrische “Adolf Hitler des Rap” hat mit seinem Progwerk ‘My Beautiful Dark Twisted Fantasy‘ nicht nur bei der Mistgabel für feuchte Höschen gesorgt. Ehrensache also, dass diese […]

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