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ÖVP: Wo soziale Selektion noch groß geschrieben wird

Bildung steht uns allen zu, aber wie viel Geld hast du?Als kleine Zugabe zu den Frechheiten des Jahres 2010 ließ Ministerin Karl jetzt durchblicken Zugangsbeschränkungen für die AHS einführen zu wollen. Wie genau diese ausgestaltet werden, ist natürlich noch in Planung… Gut Ding braucht bekanntlich Weile. Nach dem Budget, das vorwiegend kräftige Einschnitte im Sozial- und Bildungsbereich brachte, kann man sich aber ziemlich sicher sein, dass das Konzept für die AHS wieder durchzogen ist mit Ungerechtigkeiten.

Weg vom Plan der Gesamtschule die ein erster Schritt in Richtung Ausgleich der sozialen Schieflage wäre wird jetzt der Zugang zu Gymnasien erschwert. Nach Außen hin natürlich nicht. Da wird schön auf das Leistungsprinzip abgestellt. Das es eben auch sozial schwachen ermöglichen soll eine AHS zu besuchen, wenn sie nur die Leistung erbringen… ladia

Im Endeffekt ist das nur ein neuerlicher Rundumschlag im Zeichen der sozialen Selektion. Aufnahmebeschränkungen jeder Art schrecken ab. In Österreich bleibt der Schuster nun mal gern bei seinen Leisten. Ein offener Zugang zu Bildung ist notwendig um den Elitenbeton endlich aufzubrechen. Stattdessen werden hier und da ein paar Hürden eingebaut. Dort ein paar Leistungen gekürzt, da Vergünstigungen gestrichen,… damit die Bildungsschichten ja unter sich bleiben.

Soziale Selektion zum Elitenerhalt: Zukunftsorientiert ist anders, liebe ÖVP.

„Im übrigen bin ich der Meinung, das dritte Lager muss zerschlagen werden.“

Conny

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Comments (1)

  1. samot27. Dezember 2010 Antworten
    Also ganz sehe ich das nicht so, weil wenn nicht jeder in die AHS gehen kann, werden die Hauptschulen wieder gestärkt. Es sind ja gerade die Kinder bzw. die Eltern der Mittel und Oberschicht die mit aller Gewalt ihre Kinder in die AHS schicken obwohl sie eigentlich nicht gut genug sind.
    Wichtig wäre es das die Volksschullehrer guten Kindern, die aus schwächeren sozialen Schichten kommen, ermutigen ins Gymnasium zu gehen.

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