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The Wombats – This Modern Glitch

Der große Hype aus dem Jahr 2009 ist zurück mit einem neuen Album. The Wombats liefern mit ihrem zweiten Album „This Modern Glitch“ den langersehnten Nachfolger ihres Debuts „A Guide To Love, Loss & Desperation“.

Bereits im letzten Jahr veröffentlichten sie den Vorboten „Tokyo“ mit denen sie auf Youtube weit über 1 Million Klicks schafften. Beim aktuellen Longplayer setzen The Wombats vor allem auf Synthiesounds. Die Gitarre des Frontmanns Matthew Murphy kommt meist nur zum Sologeschrammel oder macht sich leise im Hintergrund bemerkbar. Der Stilwechsel gelingt manchmal sehr gut (Tokyo, Jump Into The Fog), manchmal nimmt es den Songs das vom Vorgänger gewohnte Tempo. Bei den bisherigen Singleauskopplungen kann man getrost von Hits sprechen. Tokyo, Jump Into The Fog und Anti-D sind gelunge großartige Songs. The Wombats spielen mit Stilen und Sounds und das Konzept geht auf.

 

Bei der Mitte des Albums, spätestens bei dem überdurchschnittlichen Techno-Fan verlieren die Songs den Biss. 1996 etwa, durchzogen von Mid-Tempo-Keyboard-Sounds, plätschert dahin. Die Refrains sind nett, die Melodien erschließen sich nicht gleich beim ersten Mal, reißen aber auch beim zweiten Mal Hören nicht so richtig vom Hocker. Das ändert sich auch gegen Ende des knapp 40 minütigen Albums nicht. The Wombats zeigen, dass sie Hitpontenzial haben und große Songs schreiben können, für ein ganzes Album hat es aber nicht gereicht. Eine handvoll Hits, gepaart mit ein bisschen Durchschnitt macht kein Top-Album. Schlecht ist „This Modern Glitch“ aber auch nicht geworden. Vielleicht gibts beim nächsten Mal wieder mehr Power-Indie und weniger Synthie-Geplätscher.


httpv://www.youtube.com/watch?v=ti1W7Zu8j9k

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