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Yuck – Yuck

Yuck machen es vielen Menschen einfach.
All jenen etwa, die das zweite Album von The Pains of Being Pure at Heart nicht mehr ewarten können. Den Menschen, die nicht mitbekommen haben, dass Dinosaur Jr., Built to Spill und Yo La Tengo immer noch großartige Platten veröffentlichen. Und denjenigen, für die Grunge nicht tot ist und die 90er niemals enden werden, Shoegazing immer angebracht ist und jeder Platte eine gewisse Slacker Mentalität zugrunde liegen sollte.
Denn all jene Menschen müssen sich dank Yuck nicht mehr auf die Suche nach dem wohl perfekte Sommeralbum machen.

Yuck bieten aber auch Angriffsfläche.
Für all jene etwa, die dies unoriginellen Schrammelrock schimpfen wollen und dutzende Bands nennen können, die derartige Musik ähnlich gut hinbekommen. Auch für Fans von Cajun Dance Party, da The Colourful Life von 2008 wohl deren letztes Lebenszeichen gewesen sein dürfte, nachdem Max Bloom und Danny Blumberg ebenjene Band verließen um Yuck zu gründen. Jeder Person, die an J. Mascic nur im Geringsten etwas auszusetzen hat, denn keine Sekunde von Yuck wäre ohne den grummeligen Gitarrenwizard denkbar. Auch für diejenigen, die die jährliche BBC Liste immer schon verdächtig fanden. Und vor allem natürlich all jenen, denen der Wirbel um Yuck bald am Nervenkostüm zerren wird.
Denn an all dem ist natürlich auch was Wahres dran.

Yuck kann das aber egal sein.
Denn was bei Yuck einfach stimmt, sind schlussendlich die Songs. Die schrammeln sich derartig unverschämt hinterrücks in die Gehörgänge und setzen sich unweigerlich dort fest.
Das wächst von „ganz nett, aber…“ zu „ganz nett, aber süchtig machend!“.
Da ertappt man sich immer wieder beim Mitsummen, obwohl der Gesang mal wieder derartig in den Hintergrund gemischt ist aber die Band zwingend wie nur was aufspielt und dabei trotzdem so wirkt, als wäre man im Gedanken schon wieder woanders…

(Proklamierter) Hype hin oder her, wer in 49 dahinrasenden Minuten 12 kleine Hits unterbringt, hat nicht viel falsch gemacht.
Spätestens ab dem ersten sonnigen Frühlingstag führt an dieser Scheibe kein Weg vorbei.

 

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Comments (1)

  1. Christopher16. März 2011 Antworten
    Wie ich jetzt gestehen muss, hab ich diese Rezension gerade eben zum ersten Mal gelesen… aber guess what.. gestern hatte es unglaubliche 20 Grad in Wien und was hab ich auf und ab gehört? „Get Away“…. Große Musik in ganz kleinen Songs.. hurra!

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